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Die seltene Kombi, die zählt: Contact Center Praxis & KI Engineering

Der Markt ist voll von Superlativen: „Agentic“,„Autonomous“, „Next‑Gen CX“. Gleichzeitig erleben viele Service‑Organisationen eine ganz andere Realität: steigende Komplexität, höherer Erwartungsdruck, knappe Kapazitäten – und das Gefühl, dass neue Technologie zwar beeindruckt, aber nicht automatisch entlastet.

Das ist kein Widerspruch. Es ist ein Muster: KI wird oft als Produkt verstanden – aber im Kundenservice ist KI immer ein System. Und Systeme scheitern selten daran, dass ein Baustein fehlt. Sie scheitern daran, dass Bausteine nicht zusammenarbeiten: Prozesse, Governance, Integrationen, Team‑Akzeptanz, Betrieb.

Genau deshalb ist eine Fähigkeit im Markt so selten wie wertvoll: Doppel‑Expertise aus Contact Center und KI. Nicht als Buzzword, sondern als Umsetzungskompetenz.

1. Warum „KI können“ im Service nicht reicht

KI im Service wird häufig an einer Oberfläche beurteilt: „Klingt gut“, „Antwortet schnell“, „Wirkt smart“. Doch echte Entlastung entsteht nicht im Textfeld – sie entsteht dort, wo Contact Center tatsächlich Geld und Nerven kosten:

    • wenn Tickets unvollständig sind und Rückfragen erzeugen
    • wenn E‑Mail‑Backlogs liegen bleiben
    • wenn Agent:innen zwischen Tools springen
    • wenn Governance und Rollen ungeklärt sind
    • wenn ein Pilot live geht, aber nicht stabil betrieben wird

In all diesen Fällen ist KI nicht das Thema. Das Thema ist Betriebsfähigkeit.

Und Betriebsfähigkeit entsteht nur, wenn zwei Perspektivenzusammenkommen:

    • die operative Contact‑Center‑Realität (Journeys, Steuerung, Workforce, Compliance, Akzeptanz), und
    • die technische KI‑Realität (Data/Context, Tool‑Access, Guardrails, Logging, Evals, MLOps)

2. Die zwei Extreme im Markt – und die Lücke dazwischen

Viele Anbieter kommen aus einem von zwei Bereichen:

„Contact Center Plattform zuerst“
Plattform‑Logik, Suite‑Denke, starke Standard‑Funktionalität. Das kannhervorragend sein – solange die Organisation genau in dieses Modell passt.

„KI zuerst“
Starke Narrative, starke Demos, schnelle Prototypen. Ebenfalls wertvoll –solange KI nicht zur Insel wird, die neben dem Contact Center existiert.

Die Lücke dazwischen ist die Stelle, an der die meisten Programme kämpfen: Wie wird aus KI in einem echten Contact Center ein skalierbarer Betriebszustand?

Doppel‑Expertise als Differenzierer: selten – und deshalbso wirksam.

Doppel‑Expertise klingt nach Selbstaussage. Es sind jedochklare, nachvollziehbare Fakten:

    • mehr als 20 Jahre Contact‑Center‑Know‑how
    • mehr als 11 Jahre KI & Intelligent Automation Ecpertise

Warum ist das so relevant? Weil man damit zwei typische Fehler verhindert:

Fehler1: KI‑Use‑Cases ohne Contact‑Center‑Mechanik

Wenn Domain Know-How fehlt, entstehen Use‑Cases, die „schlau“ wirken, aber kaum Volumen bewegen oder in der Steuerung kollidieren: falsche Eskalationen, unklare Ownership, unerwartete Nebenwirkungen auf AHT, QA oder Compliance.

Fehler 2: Contact‑Center‑Programme ohne KI‑Systemdenken

Wenn KI‑Engineering fehlt, bleiben Programme bei „Feature aktivieren“ oder „Pilot bauen“, ohne Tool‑Access, ohne Guardrails, ohne Messbarkeit. Das Resultat ist häufig: Begeisterung im PoC, Friktion im Betrieb. Doppel‑Expertise ist der Unterschied zwischen „es funktioniert irgendwo“ und „es funktioniert bei Ihnen“.

3. Boutique Delivery: Warum „nah dran“ im Enterprise plötzlich ein Vorteil ist

Ein zentraler Teil ist nicht nur die Erfahrung, sondern auch die Art der Delivery: Boutique Delivery.

Für Enterprise/Corporate ist das klar zu beschrieben:
SOGEDES agiert als Boutique‑Partner mit Großprojekt‑Kompetenz. Architekt:innen und PMOs vermitteln zwischen Fachbereichen, IT und Herstellern, übersetzen komplexe Anforderungen in präzise Spezifikationen, steuern Projekte mit Governance & Qualitätssicherung und reagieren agil auf Änderungen –verbindlich, transparent, lösungsorientiert.

Das ist mehr als „nett“. Es ist ein Erfolgsfaktor, weil Enterprise‑Programme typischerweise an Übergängen scheitern:

    • zwischen Fachbereich und IT
    • zwischen Herstellerlogik und Kundenrealität
    • zwischen Projekt und Betrieb
    • zwischen „Go Live“ und Skalierung

Boutique Delivery heißt: kurze Wege, klare Verantwortlichkeit, seniorer Blick auf die kritischen Stellen – und trotzdem Großprojekt‑Steuerung.

4. Midmarket‑Pragmatismus: Quick Wins ohne Komplexitätsfalle

Für den Midmarket ist der Vorteil ebenfalls explizit:
Pragmatismus, Nähe, Verständlichkeit; Fokus auf schnellen, sichtbaren Nutzen (Quick Wins, Standard‑Pakete), geringe Komplexität und persönliche Betreuung.

Das ist wichtig, weil „KI im Service“ im Midmarket oft an einer simplen Realität scheitert: Zeit, Ressourcen und Change‑Kapazität sind begrenzt.
Wer hier mit einem „großen Wurf“ startet, erzeugt eher Unsicherheit alsFortschritt.

Der pragmatische Weg ist: klein starten, sauber messen, stabil ausrollen. Genau dafür sind wir bereit: von Quick Wins zu Strategic Wins.

5. Menschen + Engineering: Warum unser Team‑Setup Teil unserer Differenzierung ist.

Doppel‑Expertise ist nicht nur Historie – sie ist Team‑Design:

Viele Mitarbeitende mit 15–20 Jahren Branchenpraxis, häufig auch Kundenseite‑Erfahrung ergänzt durch ein junges, hervorragend ausgebildetes KI‑Team (Data Science, ML/LLM Engineering, MLOps) mit der Beratungsphilosophie: zuhören – verstehen – empfehlen.

Dieses Setup ist in der Praxis ein Hebel, weil es die zwei wichtigsten Risiken reduziert:

    • Risiko „wir bauen am Bedarf vorbei“ (wenn Domain Wissen fehlt)
    • Risiko „wir bleiben im Pilot“ (wenn Engineering/Operations fehlen)

Wenn beides zusammen kommt, entsteht ein Arbeitsmodus, der selten ist: service‑nah & system‑fest.

6. Best‑Practice‑Patterns: Warum Branchenvielfalt ein CX‑Vorteilist

Ein weiterer Baustein, der häufig unterschätzt wird: Branchenbreite.

Das ist im Kontext KI besonders relevant: Denn erfolgreiche Automatisierungsmuster sind oft nicht branchen-spezifisch, sondern prozess-spezifisch: Triage, Wissenszugriff, sichere Tool‑Actions, saubere Handover‑Logik, Closed Loops, QA‑Mechaniken.

Wer diese Patterns in verschiedenen Kontexten gesehen hat, erkennt schneller:

    • was wirklich standardisierbar ist
    • wo individuelle Differenzierung nötig ist
    • und wie man Nutzen ohne Overengineering erreicht

Das ist „Best Practices“ als operative Erfahrung.

Fazit: Warum diese „seltene Kombi“ ein echter Wettbewerbsvorteil ist

KI im Kundenservice ist angekommen. Der Unterschied entsteht nicht mehr dadurch, ob man KI einsetzt, sondern wie man sie betreibt– und wie schnell man von Nutzen‑Inseln zu skalierbaren Verbesserungen kommt.

Dafür braucht es mehr als Technologie. Es braucht:

    • Contact‑Center‑Verständnis, das die operative Realität ernst nimmt
    • KI‑Engineering, das Production‑Denke (MLOps) und System‑Integration beherrscht
    • eine Delivery‑Form, die im Enterprise Governance‑sicher bleibt und im Midmarket pragmatisch schnell ist

Genau diese Kombination beschreibt SOGEDES: mehr als 20 Jahre Contact Center & mehr als 11 Jahre KI/Automation – ergänzt durch Boutique Delivery und einen klaren Use‑Case‑Pfad von Quick Wins zu Strategic Wins.

 

Martin Wild

Martin Wild ist Co-Gründer und Geschäftsführer sogedes.ai. Gerne können Sie sich mit Martin Wild auf LinkedIn vernetzen.

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